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Abstinenznachweise (Abstinenzbelege)

Abstinenznachweise (Abstinenzbelege)

Unter bestimmten Voraussetzungen schreiben die Beurteilungskriterien für die Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung den Nachweis einer Abstinenz von Alkohohl oder/und Drogen vor. Bei Drogen ist immer von einer Abstinenz auszugehen. Bei einem Alkoholvergehen kommt es auf den jeweiligen Fall an. Es ist ein Mythos, dass jeder einen Abstinenznachweise bräuchte. Jedoch gibt es viele Fälle in denen MPU-Betroffene um eine Abstinenz nicht herum kommen.

Dies abzuklären, also ob ein MPU-Betroffene überhaupt Nachweise braucht und wenn, wie lange, ist Teil der MPU-Vorbereitung.

Wichtig: Sollte ein MPU-Betroffener Abstinenzbelege benötigen, kommt er ohne Belege nicht durch die MPU.

Auch wichtig: Man spricht in der Regeln von Belegen, nicht von Nachweisen. Denn: Der Nachweis von Abstinenzbelegen ist nur ein Beleg, dass im belegten Zeitraum der Vergangenheit nicht konsumiert wurde. Er ist aber kein 100%-iger Nachweis, dass auch wirklich nichts mehr konsumiert wurde.

Im Übrigen: Weil Abstinenzbelege nur die Vergangenheit betrachten, sind sie kein Beleg dafür, dass ein MPU-Betroffene nicht auch in Zukunft konsumieren werden. Diese Zweifel können Sie nur mit Hilfe Ihrer eigenen Worte und Argumentation aus dem Weg räumen. Dabei genügen keine bloßen Absichtserklärungen, sondern eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem früheren Konsum, deren Gründen und nachvollziehbare Strategien für die Zukunft müssen erkennbar sein.

→ Daher ist immer Kombination wichtig: Eventuelle Belege und eine MPU-Vorbereitung.