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EtG

EtG

Abkürzung für Ethylglucuronid.  Entsteht im Körper als eine Verbindung aus Alkohol (Ethanol) und der UDP-Glucuronsäure. Bei Alkoholabstinenznachweisen wird auf EtG im Urin oder Haar getestet. Bis zu einer bestimmten Höhe des gemessenen EtG-Wertes wird von einer Alkoholabstinenz ausgegangen. Wird dieser Wert überschritten (Cut-Off-Wert: 7 pg/mg), wird von einem Alkoholkonsum ausgegangen. Wichtig dabei ist, dass der Untersuchte in der Beweispflicht ist. Wird also ein zu hoher EtG-Wert gemessen, wird in aller Regel davon ausgegangen, dass wieder Alkohol konsumiert wurde.

Warum wird auf EtG getestet, nicht auf Alkohol? EtG bleibt viel länger im Körper nachweisbar als Alkohol, das bereits nach mehreren Stunden aus dem Körper verschwunden sein kann. EtG kann im Urin bis zu vier Tage, im Haar bis zu drei Monate glaubwürdig nachgewiesen werden.

Früher hatte man EtG-Nachweise ausschließlich für Abstinenznachweise genutzt. Nun kann dieser auch von Gutachtern herangezogen werden, um abschätzen zu können, ob ein gemäßigter, kontrollierter Alkoholkonsum vorliegt. Dies kann durch eine Haaranalyse während der MPU stattfinden.